15. Juli 2016

Warum Achtsamkeit dir hilft, du selbst zu sein

Was will der Mensch, was braucht er und was wünscht er sich am sehnlichsten?

Geliebt zu werden, so wie er wirklich ist. Angenommen zu sein, Wertschätzung und Respekt zu erfahren. Sein Potential zu erkennen und zu leben, seine Talente in der Welt einzusetzen und sich und andere damit zu erfreuen. Unterstützung und Hilfe dabei zu erfahren, sein Potential zu entfalten. Sich verbunden fühlen, in Gemeinschaft, in Begleitung, eins zu sein mit der Natur, der Schöpfung, mit allen Wesen. Glücklich, zufrieden und in Frieden zu sein, gesund und voller Kraft und Lebensenergie.

Wenn wir auf die Welt kommen, gehen wir davon aus, dass das alles so ist. Wir entdecken uns selbst und die Welt und gehen davon aus, dass das Leben auf unserer Seite ist und alle anderen auch. Wir nehmen uns selbst zu 100% so an wie wir sind und lieben uns selbst und alle anderen.

Achtsamkeitspraxis ist ein Werkzeug, um wieder näher an diesen Ursprungszustand zu kommen, um immer häufiger in Einklang mit uns selbst und in Frieden mit der Welt zu kommen. Dies ist unser natürlichster Zustand, eigentlich. Mit der Zeit kann uns das gelingen, es ist ein Prozess - und es ist ein wunderbarer Moment, wenn wir merken, dass es "funktioniert" - das ist innerer Frieden.

Wieso klappt das nicht automatisch?

Unser Herz, dieses liebe, zarte Herz, es würde sofort mitmachen. Ja, endlich alles fühlen, endlich offen und frei sein, mich selbst und andere bedingungslos lieben.
Und unser Körper? Der wäre auch sofort dabei. 100%ige Annahme. Wie würden wir uns kümmern um ihn, ihn umsorgen, ihn gesund ernähren, Sport treiben! Würden wir ihn wirklich total lieben.

Wer also macht uns eigentlich diesen Strich durch die Rechnung? Es ist wohl unser Verstand. Dieses wunderbare Werkzeug, das vor allem wir Deutschen so wahnsinnig hoch schätzen. Erfindungen in Technologien, toll, Dichtung, Management, wirtschaftliches Denken, genial, was der alles kann! Er steht bei uns ganz oben auf einem Sockel. Meinungen produzieren, Nachdenken, Problemelösen ... Ja das kann der - aber eben auch nicht alles immer so optimal wie wir glauben. Denn das Herz und der Körper können das auch, doch denen vertrauen wir oft nicht genug, und deshalb nehmen sie oft Schaden.

Achtsamkeit auf unsere Gedanken und die unablässige Aktivität unseres Geistes holt den Verstand ganz schnell runter von seinem Sockel. Viele Gedanken wiederholen sich, sind gar nicht so kreativ und positiv und oft eher selbstzerstörerisch und destruktiv im Umgang mit anderen. All das, was wir gelernt haben, im Umgang mit der Welt, Eltern, Lehrern, anderen Menschen hat oft eine so große Bedeutung und wir glauben all das, nehmen es für bare Münze. Der Verstand will uns ständig optimieren, anpassen, aus Selbstschutz. Doch dabei verlieren wir oft den Kontakt zu uns selbst.

Wir sind auf der Welt, um die Welt zu lieben, sie in gesunden Einklang zu bringen, zu schützen und zu erhalten, das Miteinander zu optimieren, das Leben sich entfalten zu lassen und es zu genießen. Das können wir, indem wir uns unserer Potentiale bewusst werden. Jeder ist gut in irgendwas. Mancher hat sogar ganz außergewöhnliche Talente. Aber jeder hat etwas Gutes in sich, das er in der Welt zur Entfaltung bringen kann und soll.

Und um herauszufinden, was das ist, muss ich präsent sein, muss ich bei mir sein und meine Erfahrungen voll erleben, reflektieren und verinnerlichen, um zu verstehen und zu erkennen. Wenn ich merke, dass ich im Flow bin, wenn mir etwas Freude macht oder mir einfach leicht fällt, dann liegt dort eins meiner Potentiale. Diese Erkenntnis ist sehr wertvoll.
Doch zu oft sind wir abgelenkt oder schätzen nicht, was wir erleben. Manche Erfahrungen sind unangenehm, da lenken wir uns besonders gerne ab - doch auch diese sind wertvoll. Andere Erfahrungen sind toll, aber auch hier fliehen wir oft aus innerer Unruhe und Getriebensein. Wir stempeln das Gute als selbstverständlich ab und suchen gedanklich schon nach dem nächsten Kick.

Wer mit der Achtsamkeitpraxis beginnt, z.B. in einem Kurs oder angeleitet durch Lehrer oder ein Buch, der beginnt damit, die Erfahrungen erstmal als Erfahrung wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten. Das kommt manchmal etwas banal daher. Spüren, was der Körper uns sagt. Emotionen durch uns hindurchfließen lassen. Innehalten und erstmal einfach nur atmen bevor man automatisch reagiert ... usw. Doch diese Praxis hat es in sich, das weiß jeder, der es wirklich mal längerfristig macht.

Mit der Zeit wächst das Vertraunen in einen selbst, in die eigene Erfahrung, das Bauchgefühl, die Intuition, das Herz und den Körper. Gedanken werden öfter mal humorvoll betrachtet und belächelt. Das Herz erwacht und darf fühlen und "mitreden". Die Intelligenz des Körpers entfaltet sich.

Ich praktiziere das nun schon seit einigen Jahren und begleite Menschen, die das auch tun. Freunde und Kollegen begleiten mich und etwas in mir konnte so stark werden und wachsen, dass ich heute das Leben noch mehr schätze, mich selbst nicht mehr so viel kritisiere und auch in einem spirituellen Sinn gewachsen und gefestigt bin. Zuletzt hatte ich wieder einmal größere Herausforderungen zu meistern und ich staune, wie gut es mir gelingt. Ich kann zufrieden mit mir sein, denn ich vergrößere nicht meinen realen Schmerz durch das übliche Denken und Dramatisieren, sondern ich verarbeite ihn und wachse über ihn hinaus. Das hat mich inspiriert, diese Zeilen für euch zu schreiben. Und mal wieder eine kleines Plädoyer für die Achtsamkeit zu halten.
Macht, damit, was ihr mögt. Und wenn ihr Lust bekommen habt, dann fangt einfach an. Es lohnt sich! Und es ist nicht so schwer wie man denkt... im Gegenteil, mit der Zeit wird alles leichter.

Mögen alle Wesen in Frieden sein.

Love, Peace & Rock´n Roll
Sarina









12. Juli 2016

EINFACH SITZEN - Buchtipp

Eine kleine, feine Buch-Reihe:

Einfach Sitzen / Einfach Lieben / Einfach Essen

Das handliche, schmale Büchlein habe ich eine zeitlang immerzu mit mir herum getragen. Denn die sehr kurzen, doch tiefsinnigen Texte laden ein, dass ich sie zwischendurch in ruhigen Momenten lesen kann und danach einfach ein bisschen drüber nachdenken und sie nachwirken lassen kann. Es ist eine Mischung aus kleinen Übungen und teilweise genauen Anleitungen zum Meditieren und Inspirationen rund um das Thema meditatives Sitzen (Freude empfinden, Atem, Tiefes Schauen), z.B.

"Die Sitzmeditation hat zwei Aspekte. Der erste ist das Innehalten und die Beruhigung des Körpers. Schon das kann eine Quelle des Glücks sein. Der zweite Aspekt ist die eingehende und tiefe Betrachtung der Dinge - tiefes Schauen. In der stillen Meditation lassen Sie Körper und Geist zur Ruhe kommen."  


14. April 2016

Intelligenz des Körpers - sich des Körper als tatsächliche Realität im Leben gewahr sein

"Diejenigen von uns, die in der modernen Welt leben, existieren also in einem Zustand extremer Körperfremdheit. Die meisten von uns sind sich ihr Leben lang kaum ihres Körpers bewusst. Manchmal scheinen wir gar zu fühlen und zu handeln, als wären wir unseres Körpers ganz und gar verlustig gegangen. Es ist nicht so, dass wir nicht "denken", einen Körper zu haben. Tatsächlich verbringen viele Menschen einen großen Teil ihrer Zeit damit, über ihren Körper "nachzudenken" - wobei sie sich selbst Komplimente machen, sich um ihren Körper Sorgen machen, ihn schlecht machen oder gar auf selbstzerstörerische Weise damit umgehen. Doch selbst dann, wenn wir uns vermeintlich um unseren Körper kümmern, sind wir doch gewöhnlich nur in unserem Kopf. Wir sind nicht mit unserem wirklichen Körper in Kontakt. Wir haben Gedanken über unseren Körper, aber sehr wenig Erfahrung von unserem Körper selbst. .. Wir haben wenig direktes Gewahrsein des Körpers und wenig Beziehung zu ihm als einer tatsächlichen Realität in unserem Leben."

Diäten, Süchte, Sport, Sex, Psychopharmaka, Schminke, Mode .. mit diesen alltäglichen Dingen versuchen wir körperlich attraktiv zu sein, uns mit anderen zu verbinden oder die Schmerzen des Körpers zu betäuben. Da wir uns dabei oft überfordern, selbst verletzen und vergiften, ist es nicht selten die Folge, dass der Körper nicht mehr richtig funktioniert, wir uns unwohl fühlen, krank werden, emotionales Leiden nicht mehr auflösen können, Schmerzen, Angst und Verwirrung erleben.

"In all diesen Fällen greifen wir auf agressive Weise in die Körperprozesse ein und wirken seinen Versuchen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und sich selbst zu heilen, entgegen. Und in all diesen Fällen ist der Körper zu einem Objekt geworden, zu einem Sklaven unserer Wünsche....
Unsere heutige Körperfremdheit ist so tief, dass viele von uns nicht mehr das geringste Zutrauen zum Körper besitzen und sich damit begnügen, ihn so weitgehend wie möglich zu ignorieren. Und natürlich überrascht es nicht, dass wir bei all dem nur selten ein Gefühl dafür haben, dass unser Körper ns an sich und aus sich heraus etwas zu bieten hat, ja dass der Körper in gewisser Hinsicht vielleicht intelligenter ist als unser bewusstes Ich und seine eigenen Intentionen besitzt, die uns - würden wir sie nur verstehen - überaus nützlich sein könnten.

Reginald A. Ray, Die Intelligenz des Körpers




22. März 2016

Newsletter mindfulnessberlin // März 2016

Hallo Ihr Lieben,
ein paar News von mir ...
  • FILM :::::: Kurzfilm-Projekt über Achtsamkeit mit einem Interview mit mir. Ihr könnt ja mal reinschauen.
  • KURS ::::: Am 11. April startet ein neuer 8-Wochenkurs Achtsamkeit bei mir. Es gibt noch freie Plätze!
  • GRUPPE :::: Ich möchte von April bis Juli wieder eine regelmäßige Meditationsgruppe anbieten: Jeden zweiten Sonntag, 17-18 Uhr in meinen Räumen in der Eldenaer Straße 44. Termine sind im April 10./ 24. und Mai: 8./ 22. Jeder Termin kostet 8 - 12€ (je nach Teilnehmerzahl, je mehr kommen, desto günstiger ist es). Bitte meldet euch 1 Woche vorher an und gebt mir gern vorher Feedback, ob euch das Angebot interessiert.
 

19. Februar 2016

Achtsamkeitstraining & die Selbstoptimierungsfalle

In dem ganzen Hype um das Thema Achtsamkeit und Selbstmitgefühl, bei dem alle möglichen Leute Texte schreiben, Videos drehen oder Seminare anbieten, möchte ich nochmal daran erinnern, dass es bei dem Thema nicht um Selbstoptimierung geht! Wir müssen darauf achten, dass sich die Katze nicht in den Schwanz beißt und wir das "neue Training" nicht dafür nutzen schnellstmöglich all unsere Macken loszuwerden, noch effektiver zu arbeiten oder nun endlich eben "achtsam" unsere Kilos zu verlieren. 

Es geht um Akzeptanz und um Liebe!
 
Jeder kennt ihn, den inneren Kritiker, der schlimmste von allen Kritikern. Den wollen wir besänftigen. Und das geht nicht, indem wir ihn auf Deubel komm raus zum schweigen bringen, sondern nur, indem wir uns mit ihm anfreunden.
Wer die Achtsamkeit nutzt, um endlich der zu werden, der er immer sein wollte, ist ein bisschen auf dem Holzweg. Achtsamkeit ermöglicht uns Dinge zu sehen, zu fühlen, zu erleben und zu verinnerlichen, von denen wir vielleicht noch gar keine Vorstellung haben! Wenn wir vorher selektieren, was wir wollen, lehnen wir automatisch vermeintlich Falsches ab. Und damit werfen wir vielleicht wertvolles Potential zum Lernen und Wachsen mit weg. In einem Gedicht, dass mein Lehrer Bob Stahl einmal vorlas, kommt das gut heraus:

Das ganze Aufgebot 
In diesem Leben geht es nicht darum, die Teile wegzuschneiden, die ich
nicht mag, damit jene, die ich mag, übrig bleiben. Ich wähle das ganze
Aufgebot - Tag und Nacht, Angenehmes und das Gegenteil davon, wenn
es schleppend geht und wenn es läuft wie geschmiert.
Lehnst du auch nur irgendein Stückchen des Lebens in Dir ab, so ist ein
Schlüssel, der eine Tür hätte öffnen können, verloren, rausgeschmissen
mit dem Müll. Ich bete für den Mut, die ganze Katastrophe annehmen zu
können, wie auch immer sie mir erscheint, ohne zurückzuschrecken. 

Dana Faulds

Nun denn, ich wünsche uns allen diesen Mut, immer wieder, in jeder Lebensphase, in jedem neuen Moment!



 

26. Januar 2016

Meditation mit Nebenwirkungen - Kann Achtsamkeit krank machen?


 Is mindfulness making us ill?

Ein Artikel über die möglichen Gefahren von Meditation hat mich und zwei Kollegen in den Austausch gebracht. Lest gern selbst den Artikel und unsere Gedanken dazu unten. Was meint ihr? 




"Then comes the meditation. We’re told to close our eyes and think about our bodies in relation to the chair, the floor, the room: how each limb touches the arms, the back, the legs of the seat, while breathing slowly. But there’s one small catch: I can’t breathe. No matter how fast, slow, deep or shallow my breaths are, it feels as though my lungs are sealed. My instincts tell me to run, but I can’t move my arms or legs. I feel a rising panic and worry that I might pass out, my mind racing. Then we’re told to open our eyes and the feeling dissipates. I look around. No one else appears to have felt they were facing imminent death. What just happened?"

Lest den ganzen Artikel hier in the guardian 


A schrieb dazu:

... so was liest man ja immer mal wieder... und ich finde das ist absolut ein Thema! Ich hab auch eine Bekannte, die in Indien spontan ein Vipassana Retreat gemacht hat und so verrückt geworden ist, dass sie kaum allein nach Deutschland zurück gefunden hätte. Bis heute hat sie Flashbacks und psychotische Zeiten. Klar ist, das die Meditation nur was hervorgebracht hat, was sowieso da war und dies nicht produziert hat. Meditation setzt Prozesse in Gang und manchmal kann der Deckel vom Topf hochfliegen, wenn das Wasser schon lange kocht...
Ich sehe auch die Gefahr, dass jedermann nun mit Achtsamkeit und Meditation rummacht und damit nicht immer Gutes tut. Da ist viel Verantwortungsbewusstsein bei den Lehrern gefragt, auch Mut, Klienten abzulehnen und einiges an psychologischem Wissen... Sollte man sich anlesen oder den kleinen Heilpraktiker machen, denke ich.
Das Thema ist auch für den Umgang mit Kindern wichtig. Ich sehe das ja auch deshalb so kritisch und bin sehr vorsichtig geworden, was das unterrichten von Kindern angeht.

Aber das Beispiel mit dem Fitnessstudio ist gut. Letztlich entscheidet jeder für sich und muss schauen, wie weit er geht und was er bei wem lernt...
Deswegen rate ich aber auch immer von Meditationlernen im Alleingang ab. Man kann experimentieren, aber sollte einen Lehrer kennen und anrufen können...

B schrieb dazu:
Ja, ein interessantes und wichtiges Thema. Ein Freund von mir hat vor vielen Jahren mal erlebt, wie auf einem Meditationsretreat ein psychisch labiler Teilnehmer weggerannt ist und sich schließlich vor einen Zug geworfen hat. 
Auf den Artikel bin ich durch einen Facebook Post vom Niroga-Institut aufmerksam geworden, bei dem ich im Herbst einen Online-Kurs zu Achtsamkeit in der Bildung gemacht habe. Sie setzen auf ein Hintergrundwissen in Traumapsychologie und größtenteils dynamische Achtsamkeitsübungen und meinen, dass durch Bewegung solchen Angsterfahrungen vorgebeugt werden kann. 

C schrieb dazu:
Ich denke, alles was schon da war, wird mit dem Licht der Achtsamkeit offensichtlich. Das schockiert natürlich. Sicher ist es wichtig dann die richtige Dosis für Meditation zu finden. Wenn man merkt es kommt zu viel hoch, dann lieber ein wenig moderater bis gar nicht meditieren bzw. ein Retreat abbrechen. Wenn der Geist ruhiger ist, kann man sicher mehr meditieren.
Sicher sollte man auch herausfinden was einem gut tut. Ich war mal auf einem Retreat, wo ich auch an den Rand des Wahnsinns gekommen bin. Das hatte aber vor allem mit dem Strenge in der Tradition wo ich dort war zu tun. Da kam in mir ne Menge Widerwille hoch und ein innerer Kampf ist entfacht, der nicht ohne war. Heute würde ich da nicht mehr hingehen, sondern besuche eher Retreats mit weniger Strenge. Hängt aber vom Menschentyp ab. Ich bin grundsätzlich schon so eingestellt, dass ich mir eher Druck mache, da ist mehr Druck von außen absolut kontraproduktiv. Andere, eher trägere Charaktere sind in einer strengen Umgebung sicher gut aufgehoben. 
Ich empfinde es so, dass der Prozess der Ich-Auflösung das Ego in ständige Angst, Zweifel etc. versetzt. Dem Ego geht es an den Kragen, das ist ja auch das Ziel der Sache. Logisch ist es dann auch, dass das Ego mit allen Mitteln ums überleben kämpft.
Problem ist bestimmt auch, dass die Kraft von Achtsamkeit unterschätzt wird. Es ist eben kein reines Wellness oder Entspannungs Programm, sondern ein starkes Werkzeug zur Auflösung der Ich-Illusion. Menschen, die auf Achtsamkeit so stark anspringen, sind unter einem anderen Aspekt gesehen gesegnet, denn da kommt was in Gang. Schwierig natürlich nur, wenn man noch nicht stabil genug ist und dann unter dem was da hoch kommt erstmal begraben wird. Andererseits ist Leiden für mich zumindest der Motor bzw. das Öl im Motor. Ohne Leiderfahrungen wäre ich sicher nicht so permanent am Praktizieren und auf dem Suchen nach der Auflösung.