9. November 2015

Die sein, die ich bin...

Wir haben den Hof aufgeräumt: Laub zusammengekehrt, den Schuppen entrümpelt und so. Wir sollten sowas öfter machen - bei uns selbst. Aufräumen, klar werden, Sachen ablegen, loslassen. Wir schaffen auf diese Weise Raum und bessere Sicht auf das, was ist, auf das, was wir sind und wer wir sind. 

Vielleicht geht es bei dieser Reise weniger darum,
dass aus dir jemand wird.   
Vielleicht ist es vielmehr ein Immer-wieder-loslassen all dessen,
was du nicht bist,
sodass du letztendlich der sein kannst,
der du von Anfang an warst.

  
Unter dem altem Laub entdecken wir dann vielleicht unsere Wurzeln und unsere wahre Beschaffenheit. Wir erkennen, was zu uns gehört und was eigentlich nicht, was wir bloß angenommen haben, weil es einmal notwendig, nützlich oder bequem war. Achtsames Gewahrsein im Alltag und regelmäßige formale Meditationsübungen können uns dabei helfen, zu uns zu finden. Im Kontakt mit uns selbst, in angenehmen und unangenehmen Momenten, wenn wir mutig hinschauen und erst mal freundlich annehmen, was sich da zeigt, erkennen wir unser Herz. Und mit unserem Herzen sehen wir unsere wahren Wünsche und Bedürfnisse, unsere tatsächliche Stärke und unsere Talente, unseren schon vorhandenen Gleichmut, unsere ungeheure Lebenskraft und unsere tiefe Liebesfähigkeit.
 

Mit diesem durch freundliche Zuwendung von innen heraus erfahrenen Wissen werden wir uns unserer selbst sicherer. Diese Sicherheit unterscheidet sich von der, welche z.B. durch Bestätigung von außen entsteht. Sie ist stabil und trägt uns durch alle Zeit. Und sie ermöglicht tiefe Zufriedenheit und große Freude. Ich wünsche jedem Menschen diese innere Sicherheit.



1 Kommentar:

Julia hat gesagt…

Was für ein schöner, tiefer Text! Danke Sarina!