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Posts

Das Leben in seiner Tiefe annehmen

"Es geht ja nicht darum, stundenlang reglos auf einem Kissen zu sitzen. Achtsamkeit heißt, sich nicht ständig von Begierden und Ängsten treiben zu lassen, sondern sich der Realität mit Offenheit, Mitgefühl, Toleranz, Geduld und Akzeptanz zuzuwenden – so gut es eben geht. Das hat nichts mit Resignation oder passivem Gutheißen zu tun. Es geht eher um eine grundlegend andere Perspektive auf die Welt: Statt nur um unsere eigenützigen Interessen, Verluste und Aversionen zu kreisen, weitet man den Blick fürs große Ganze. Es geht darum, das Leben in der Tiefe anzunehmen; sich den unvermeidbaren Aspekten des Lebens zuzuwenden. Diese Zuwendung zu oft schwierigen, schmerzlichen Erfahrungen kann nicht gelingen, ohne dabei ein gewisses Maß an Geduld, Gleichmut, Mitgefühl und sogar Mut zu entwickeln. Vor allem diese ethischen Qualitäten sind es, die dazu beitragen, sich selbst und anderen Menschen offener und freundlicher zu begegnen. Und das kann sehr heilsam sein."   P...

Wege in die Lebendigkeit

Was bedeutet Leben? Was verstehst du unter „lebendig sein“? Bedeutet es, dass dein Herz schlägt und du am Leben bist, oder dass du viel unterwegs bist und viel unternimmst, dass du kreativ bist in deiner Arbeit, dass du mit Menschen zusammen bist? Wann fühlst du dich lebendig? Meist fühlen wir uns lebendig, wenn wir uns freuen und aufgeregt sind, aber auch wenn wir traurig oder wütend sind. Emotionen haben viel mit sich-lebendig-fühlen zu tun. Die emotionalen Dramen, die wir manchmal sogar künstlich erschaffen, dienen nicht selten dazu, dass wir uns lebendiger fühlen, uns selber spüren. In vielen Aspekten des Lebens ist aber auch unser rationaler Verstand gefragt. Wir müssen Planen, Strukturieren, Dinge überdenken, Probleme lösen. Tatsächlich denken wir gewohnheitsmäßig ständig über dies oder jenes nach. Manchmal geraten wir regelrecht ins Grübeln. Und manchmal kommen wir sehr schnell aus dem emotionalen Erleben in ein Darüber-Nachdenken oder Analysieren. Und es kann sog...

solange du atmest ...

Furchtlose Annäherung an das Leben - Der Weg des Kriegers (4)

Umgang mit Angstgefühlen – Pema Chödrön Frage dich: Wovor habe ich Angst? Mach eine Liste (sie kann unter Umständen sehr lang werden): der Hund von nebenan, ein Verwandter, deine Chefin, der Zukunft, vor Krankheit? [...Nimm dir vielleicht jetzt beim Lesen kurz Zeit für diese Frage] Wenn du tiefer schaust, praktizierst und immer tiefer schaust, erkennst du, es ist die Angst nicht genug zu sein, nicht gut genug zu sein, die Angst etwas zu verlieren, die Angst nicht geliebt zu werden. Wir haben tief verankerte Ängste, die manchmal nicht mal verbalisiert wurden oder nicht bewusst sind. Wenn du tiefer und tiefer gehst, findest du mit Sicherheit eine bestimmte Angst vor dir selbst , Scham vor dir selbst, Angst dich näher anzuschauen, Angst vor dem, was du sehen wirst, wenn du dich selbst genau anschaust. Diese Angst hat eigentlich fast jeder. Den „mutigen Krieger“, den Krieger des Mitgefühls zu kultivieren bedeutet, die Angst vor uns selbst anzuschaue...

glaube an dich, denn du bist ein erstaunliches wesen!

kommen wir als unbeschriebenes blatt auf die welt, tragen wir genetisch manifestierte erfahrungen unserer vorfahren in uns oder sind wir gar reinkarnierte wesen und bringen weisheit aus vorherigen leben mit? letzteres nehmen z.b. die buddhisten an, was zur folge hat, dass in ihrer tradition bereits jedem neugeborenen in hohem maße respekt und anerkennung entgegengebracht wird - man weiß ja nicht, welch ein meister da gerade das licht der welt erblickt hat!   elterlicher umgang, gesellschaft, kultur usw. tragen maßgeblich dazu bei, wie sich das wesen eines menschen entfalten kann. nicht immer werden optimale umstände geschaffen - und talente, potentiale und wertvolle wesenseigenschaften werden manchmal unterdrückt, verschüttet, abgeschnitten. es ist unsere chance, uns selbst als geborene meister zu sehen und uns ggf. auf die suche nach den verschütt gegangenen anteilen in uns zu machen. sich selbst diesen respekt und die nötige anerkennung zu geben und danach ...

Wachsen - the rub of growth

Dieses Zitat von Rumi hat mich schon vor längerer Zeit fasziniert. "Wie soll dein Spiegel blank poliert werden, wenn du von jedem Reiben irritiert bist?" Den Spiegel polieren, das bedeutet für mich so viel wie wachsen oder zu mir finden. Es bedeutet, dass die alten, unnützen Schichten und Krusten an mir abgeputzt werden, dass Lasten abfallen, Mauern abgebaut werden, Türen und Fenster geöffnet werden und Luft und Licht herangelassen wird an das empfindsame und gleichsam starke Wesen, dass sich hinter, unter und zwischen all dem befindet.  Und es bedeutet, je blanker der Spiegel, desto klarer werde ich sehen, desto besser wird das Leben darin reflektiert werden, desto "wahrhaftiger" vielleicht auch wird das sein, was ich wahrnehme. All das Zeug, dass sich auf dem Spiegel angesammelt hat im Laufe der Jahre ist dort einmal aus einem bestimmten Grund gelandet. Es gab einmal eine Zeit, einen Moment, wo diese oder jede Verhaltensweise, Denkart, Gefühlswahrnehmung n...

Wer bin ICH?

Bin ich Körper? Bin ich die Haut, die Knochen, die Organe? Innerhalb von 7 Jahren sind alle Zellen im Körper erneuert – wenn kein Material bleibt, was bin ich dann?  Bin ich der sich ständig wandelnde Strom von Gedanken und Gefühlen? Gedanken und Idee, Überzeugungen und Meinungen? Wer bin ich? Oder, wer glaube ich zu sein? – am Arbeitsplatz, in der Familie, in meinem Herzen? Je nachdem wie ich diese Frage für mich beantworte, zieht das Verstrickungen und Kämpfe nach sich oder Freiheit und Leichtigkeit. Unserer Situation als Mensch zu verstehen ist ein entscheidender Schritt in der Bewusstwerdung, in der Praxis der Achtsamkeit. Übung : Erforsche deine Identität. Wer bin ich hinter den Rollenbildern? Brauche ich diesen Gedanken, diese Geschichte jetzt? Wie gehts mir, wenn ich dies oder jenes glaube? ICH erzeuge eine Identität, ein Selbstgefühl auf verschiedene Weise: Indem ich mir Geschichten erzähle darüber, wer ich bin. Geschichten der Ki...

TV-Tipp zu den Themen Stress-Resilienz und Psychoneuroimmunologie

Tolle aktuelle Scobel-Sendungen - nur für bestimmte Zeit in der 3sat Mediathek! Ihr Lieben, heute möchte ich euch zwei neue, aktuelle Scobel-Sendungen zu den Themen Resilienz (vom 16.1.14) und Psychoneuroimmonologie (vom 30.1.14) wärmstens empfehlen. Resilienz beschreibt "die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen", also unsere Widerstandskraf t, "unsere Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen". Psychoneuroimmonologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Hier beginnen Forscher zu erklären und belegen, wie unser Denken und unser Verhalten dazu beiträgt, wie gesund unser Körper ist oder wie anfällig usw. (Infos hier) Damit werden erstmals wissenschaftliche Belege gesammelt, die zeigen, warum es Sinn macht, den Menschen immer in seiner Ganzh...

What is mindfulness? Why meditate?

  Dr. Jon Kabat-Zinn on the questions VIDEO What is mindfulness? VIDEO Which are the benefits of meditation? Achtsamkeit und MBSR   Die Achtsamkeitspraxis ist ein Geistes- und Wahrnehmungstraining, dass über 2500 Jahre alt ist. Sie ist das Herzstück der buddhistischen Meditationsdisziplin. Die Praktiken der Einsicht, Besinnung und Meditation finden sich aber auch in anderen Traditionen wie dem Christentum, Islam, Judentum oder Hinduismus. Die Essenz der Achtsamkeit ist universell und hat mehr mit der Natur unseres Geistes zu tun als mit Ideologie, Glaubensüberzeugungen oder Kultur.   Die moderne Psychologie und die Neurowissenschaften entdecken und erforschen die Achtsamkeit (engl.mindfulness) heute neu. Dr. Jon Kabat-Zinn, Mediziner, weltweit angesehener Meditationslehrer, Autor und Gründer der Klinik für Stressreduktion in Massachusets, ist es zu verdanken, dass Achtsamkeit in die medizinische Be...

Stille bemerken

Achtsamkeitsübung für den Alltag: Stille bemerken Meistens sind wir den ganzen Tag in Aktion, haben Menschen, Technik, Geräuschkulissen um uns.  Und doch finden sich hier und da Stille-Lücken.   Werde aufmerksam und bemerke, wenn es um dich herum oder vielleicht auch einfach in dir drin still ist, langsam stiller wird. Du musst die Stille nicht suchen, sie kommt zu dir, viel öfter als man so denkt. Lass die Stille zu und überdecke sie nicht aus Gewohnheit mit Worten, Musik, Geschäftigkeit.  Probier´s aus und erforsche selbst, wie diese kleine Übung dein Erleben im Alltag verändern kann.  

speak from the heart

Take your hand off your mouth And place it on your heart Allow the words to come spilling out Words held in fear Never leave They make you disappear Stories, feelings, and thoughts unexpressed Supress you Let them out So they may caress you Allow your heart to speak And you might find Your mind takes a rest And your soul begins To shine ( Susan Cadley )

Sich erden & das Herz spüren

Als erstes werde präsent. Schau, was gerade mit dir passiert. Sei vollkommen gewahr und nimm deinen Körper wahr, seine energetische Qualität. Dann werde gewahr, welche Gedanken und Gefühle gerade da sind. Als nächstes fühl dein Herz, du kannst eine Hand auf dein Herz legen, wenn du das hilfreich findest. Auf dieses Weise kannst du dich selbst akzeptieren wie du gerade, in diesem Moment bist. Es ist eine Art zu sagen "Das ist meine momentane Erfahrung und es ist okay." Dann geh zum nächsten Moment, ohne einen bestimmten Plan, lass kommen, was kommt. Lass das Leben sich entwickeln. nach Pema Chödrön: Living Beautifully With Uncertainty and Change

Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit ist weder schwierig noch leicht. Die Herausforderung ist, sich daran zu erinnern achtsam zu sein. Hier ein paar einfache Tipps um im Alltag öfter achtsam zu sein: ·       Mach immer nur eine Sache zur Zeit. ·       Achte während des Tages so oft es geht auf deinen Atem. ·       Achte häufig auf deine Körperempfindungen – Spüren, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken –   und deine Gedanken und Gefühle, ohne sie zu bewerten. ·       Nimm dir jeden Tag Zeit, bewusst ein Stück Natur wahrzunehmen. ·       Sei achtsam beim Sport, nimm Körper, Atem, Gedanken wahr. ·       Verringere so oft es geht die Reize für Augen und Ohren, nimm Stille bewusst wahr. 

Lass los

lass los ist eins meiner lieblingsmantras für die meditation und für den alltag. es ist befreiend, erleichtern, macht den kopf frei und luftig... anleitung für die meditation im sitzen: atme ein und denke sanft "lass" atme aus und denke sanft "los" beim ausatmen kannst du gewicht an den boden abgeben, kannst du gedanken, sorgen, pläne, dinge die dich beschäftigen für den moment beiseite tun, dir vorstellen, sie in den boden abfließen zu lassen. beim einatmen kannst du oben herum leicht und frei werden, dein geist weit werden lassen wie einen himmel, du kannst dich öffnen und entspannen. im alltag kann man immer mal wieder schauen, wenn erwartungen, wünsche, ansprüche wachsen und uns ungeduldig, unzufrieden oder unsicher machen. und sich selbst sagen, lass los und sei offen für das, was kommt. hier ein schönes, passendes stück von east forest.  

Empty Your Mind

O ft stülpen wir den Dingen unsere vorgefasste Meinung über. Das hindert uns daran, die Dinge klar zu sehen. Mit dem beginners mind , dem Anfängergeist, bemühen wir uns, alles so zu sehen und zu erleben, als wäre es das erste Mal – ob das eine Begegnung mit unserem Partner ist oder unserem Kind, oder dem Regen oder Wind in unserem Haar. Wir versuchen, alle Vorurteile, alle Bewertungen und Meinungen, alle Erwartungen und Wünsche loszulassen und zu schauen, was gerade ist . Dadurch gewinnen wir mit der Zeit eine offene Einstellung zu den Dingen und erleben sie dann auch manchmal überraschend „neu“. Diese Haltung führt auch dazu, dass wir das Leben in seinem Reichtum und seinem Wunder immer mehr schätzen lernen. D er Mensch hat natürlicherweise das Bestreben, die Dinge kennenzulernen, zu verstehen und sich dann eine Meinung zu bilden oder ein Bild zu machen – ob über die Welt, die Menschen oder sich selbst. Dabei häuft er ein vermeintliches „Wissen“ an, das er dann oft ...