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Posts mit dem Label "Gewahrsein" werden angezeigt.

Intelligenz des Körpers - sich des Körper als tatsächliche Realität im Leben gewahr sein

"Diejenigen von uns, die in der modernen Welt leben, existieren also in einem Zustand extremer Körperfremdheit. Die meisten von uns sind sich ihr Leben lang kaum ihres Körpers bewusst. Manchmal scheinen wir gar zu fühlen und zu handeln, als wären wir unseres Körpers ganz und gar verlustig gegangen. Es ist nicht so, dass wir nicht "denken", einen Körper zu haben. Tatsächlich verbringen viele Menschen einen großen Teil ihrer Zeit damit, über ihren Körper "nachzudenken" - wobei sie sich selbst Komplimente machen, sich um ihren Körper Sorgen machen, ihn schlecht machen oder gar auf selbstzerstörerische Weise damit umgehen. Doch selbst dann, wenn wir uns vermeintlich um unseren Körper kümmern, sind wir doch gewöhnlich nur in unserem Kopf. Wir sind nicht mit unserem wirklichen Körper in Kontakt. Wir haben Gedanken über unseren Körper, aber sehr wenig Erfahrung von unserem Körper selbst. .. Wir haben wenig direktes Gewahrsein des Körpers und wenig Beziehung zu ihm ...

Hingabe und innere Freiheit

Hingabe & innere Freiheit Wenn deine Gesamtsituation unbefriedigend oder unangenehm ist, dann nimm dir nur diesen Augenblick und gib dich dem hin, was ist. Das ist der Taschenlampenstrahl, der den Nebel durchdringt. In diesem Bewusstseinszustand lässt du dich nicht länger von äußeren Umständen beeinflussen. Frage dich: Kann ich irgendetwas tun, um diese Situation zu verändern, zu verbessern oder zu verlassen? Falls ja, tue das Erforderliche. Höre auf dich mit tausenderlei Dingen zu beschäftigen, die du irgendwann in Zukunft machen möchtest oder zu tun hast. Konzentriere dich auf das Eine, was du in diesem Moment in Angriff nehmen kannst. Auch einen Plan erstellen kann das sein, was für den Moment erforderlich ist. Entscheidend ist nur, dass du nicht irgendwelche Gedankenfilme in deinem Kopf ablaufen lässt und du damit das Jetzt aus den Augen verlierst. Vielleicht hat nicht alles, was du tust, sofort seine unmittelbare Auswirkung und braucht Zeit um Früchte...

Happy Abwasch

Das Bild der wunderbaren Molly von Buddha Doodles zeigt, dass man jederzeit und bei den alltäglichsten Tätigkeiten bewusst fröhlich und zufrieden sein kann. Anstatt abzuwaschen und dabei an morgen oder gestern zu denken und sich vielleicht in Sorgen oder Grübeleien zu verstricken, kann man wahrnehmen, dass das Wasser angenehm warm ist, ja dankbar sein, dass es überhaupt wie durch ein Wunder immer verlässlich durch den Wasserhahn zu einem kommt. Dass man jetzt eine kleine Pause vom Denken nehmen und einfach nur abwaschen kann. Dass man das Geschirr schön sauber macht für sich selbst und die Familie usw. Klingt langweilig? Ja wahrscheinlich. Bis zu dem Moment, in dem einem das zum ersten Mal magisch vorkommt. Der Moment, in dem man den Moment in seiner ganzen Tragweite wahrnimmt und versteht und mit dem ganzen Körper erlebt. Unser LEBEN findet in eben diesem Moment statt! In diesem banalen Moment des Abwaschens. Und in all den anderen Momenten des alltäglichen Treibens, Anziehen, K...

Lücken zulassen

                      "Ich betrachtete wieder die leere Stelle an meinem Finger, wo der Ring gesessen hatte. Diesmal sah ich wirklich eine leere Stelle. Zum ersten Mal in meinem Leben erfüllte mich ein Verlust mit Neugier. Was würde kommen, um diese leere Stelle zu füllen? Würde ich einen anderen Ring anfertigen? Oder würde ich in einem Laden oder auf einer Reise einen anderen Ring finden? Vielleicht würde mir irgendwann einmal jemand, den ich noch nicht kannte, einen Ring schenken, weil er mich liebte. Ich war fünfundreißig Jahre alt und hatte noch immer nicht gelernt, dem Leben zu vertrauen. Ich hatte niemals irgendwelche leeren Stellen zugelassen. Wie meine Familie hatte ich geglaubt, dass leere Stellen auch leer blieben. Zu leben hatte bedeutet, sich an das zu klammern, was man hatte. Meine medizinische Ausbildung hatte mich in meiner Haltung, Verluste um jeden Preis zu vermeiden, noch bestärkt. Alles, was ich jemals losgela...

Wachsen - the rub of growth

Dieses Zitat von Rumi hat mich schon vor längerer Zeit fasziniert. "Wie soll dein Spiegel blank poliert werden, wenn du von jedem Reiben irritiert bist?" Den Spiegel polieren, das bedeutet für mich so viel wie wachsen oder zu mir finden. Es bedeutet, dass die alten, unnützen Schichten und Krusten an mir abgeputzt werden, dass Lasten abfallen, Mauern abgebaut werden, Türen und Fenster geöffnet werden und Luft und Licht herangelassen wird an das empfindsame und gleichsam starke Wesen, dass sich hinter, unter und zwischen all dem befindet.  Und es bedeutet, je blanker der Spiegel, desto klarer werde ich sehen, desto besser wird das Leben darin reflektiert werden, desto "wahrhaftiger" vielleicht auch wird das sein, was ich wahrnehme. All das Zeug, dass sich auf dem Spiegel angesammelt hat im Laufe der Jahre ist dort einmal aus einem bestimmten Grund gelandet. Es gab einmal eine Zeit, einen Moment, wo diese oder jede Verhaltensweise, Denkart, Gefühlswahrnehmung n...

Wer bin ICH?

Bin ich Körper? Bin ich die Haut, die Knochen, die Organe? Innerhalb von 7 Jahren sind alle Zellen im Körper erneuert – wenn kein Material bleibt, was bin ich dann?  Bin ich der sich ständig wandelnde Strom von Gedanken und Gefühlen? Gedanken und Idee, Überzeugungen und Meinungen? Wer bin ich? Oder, wer glaube ich zu sein? – am Arbeitsplatz, in der Familie, in meinem Herzen? Je nachdem wie ich diese Frage für mich beantworte, zieht das Verstrickungen und Kämpfe nach sich oder Freiheit und Leichtigkeit. Unserer Situation als Mensch zu verstehen ist ein entscheidender Schritt in der Bewusstwerdung, in der Praxis der Achtsamkeit. Übung : Erforsche deine Identität. Wer bin ich hinter den Rollenbildern? Brauche ich diesen Gedanken, diese Geschichte jetzt? Wie gehts mir, wenn ich dies oder jenes glaube? ICH erzeuge eine Identität, ein Selbstgefühl auf verschiedene Weise: Indem ich mir Geschichten erzähle darüber, wer ich bin. Geschichten der Ki...

Stille bemerken

Achtsamkeitsübung für den Alltag: Stille bemerken Meistens sind wir den ganzen Tag in Aktion, haben Menschen, Technik, Geräuschkulissen um uns.  Und doch finden sich hier und da Stille-Lücken.   Werde aufmerksam und bemerke, wenn es um dich herum oder vielleicht auch einfach in dir drin still ist, langsam stiller wird. Du musst die Stille nicht suchen, sie kommt zu dir, viel öfter als man so denkt. Lass die Stille zu und überdecke sie nicht aus Gewohnheit mit Worten, Musik, Geschäftigkeit.  Probier´s aus und erforsche selbst, wie diese kleine Übung dein Erleben im Alltag verändern kann.  

Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit ist weder schwierig noch leicht. Die Herausforderung ist, sich daran zu erinnern achtsam zu sein. Hier ein paar einfache Tipps um im Alltag öfter achtsam zu sein: ·       Mach immer nur eine Sache zur Zeit. ·       Achte während des Tages so oft es geht auf deinen Atem. ·       Achte häufig auf deine Körperempfindungen – Spüren, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken –   und deine Gedanken und Gefühle, ohne sie zu bewerten. ·       Nimm dir jeden Tag Zeit, bewusst ein Stück Natur wahrzunehmen. ·       Sei achtsam beim Sport, nimm Körper, Atem, Gedanken wahr. ·       Verringere so oft es geht die Reize für Augen und Ohren, nimm Stille bewusst wahr. 

Stille

  Wenn wir während der Meditation die Aufmerksamkeit auf die Geräusche lenken, ist es im Raum oft fast ganz still. Nur die Heizung rauscht ein wenig. Dann versuche ich als Anleitende diese Stille möglichst selten zu unterbrechen, auch weil ich sie so genieße. Und gleichzeitig bin ich mir dessen bewusst, dass diese Stille von jedem ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Der eine nimmt sie nicht richtig wahr, da er die ganze Zeit auf das nächste Geräusch lauert, ein Schlucken, ein Knacken, ein Magenknurren. Ein anderer nimmt die Stille wahr und erschrickt, sie ist ihm unheimlich. Mancher entwickelt plötzlich einen Impuls sich zu bewegen, sich zu kratzen und auf dem Kissen hin- und herzurutschen, und erzeugt damit selbst ein Geräusch in die Stille hinein. Wir sind diese Stille einfach nicht gewohnt. Im Alltag sind wir daran gewöhnt, permanent „Lärm“ um uns herum zu haben oder zu erzeugen, durch Musik, durch Gespräch, durch den Fernseher. Äußere Stille ist in ein...

Die Natur des Bewusstseins

Unbewusste Erfahrungen Normalerweise nimmt man das eigene Bewusstsein nicht zur Kenntnis. Wie ein Fisch im Wasser seine Umgebung für selbstverständlich hält, nehmen wir unser Bewusstsein nicht wahr. Wenn wir un-bewusst leben haben wir aber eine unvollständige Wahrnehmung vom Leben und wir schöpfen nicht aus voller Kraft und Weisheit.  Wir machen dann zwar Erfahrungen und erleben viele Dinge, haben Gedanken und Gefühle, aber wir sind so darin verstrickt, dass wir oft die Essenz, das Wahre der Erfahrung verpassen. Wenn wir unser bewusstes Gewahrsein außer acht lassen, geschieht es, dass wir uns ständig auf die Inhalte unserer Erfahrungen konzentrieren, das, was unser Körper erlebt, was wir in Gedanken und Gefühlen erleben. Wir sind vollends mit dem Erleben beschäftigt und lassen uns gehen oder hinreißen. Wir kreieren dadurch oft Dramen oder Konflikte. Und wir leiden oder lassen andere leiden. Das Bewusstsein ist eine Instanz, von der aus wir die Erfahrungen betrachten kö...