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Posts mit dem Label "Selbstfindung" werden angezeigt.

Meine Kinder sind auch deine Kinder - Familie und Gesellschaft

Meine Kinder sind auch deine Kinder Während ich die Wohnung weihnachtlich schmücke, weiß ich, dass ich es sein werde, die alles wieder abhängen und ordentlich wegpacken wird. Ich besorge auch die Kinderklamotten, ich gebe die Globulis, ich stille und werde beim kleinsten nächtlichen Pieps der Kinder wach, ich gehe auf Besuch zu anderen Müttern, damit die Kinder zusammen spielen können, ich begleite achtsam und geduldig die tausend Gefühle der Kinder, bin bedürfnisorientiert unterwegs, beantworte unzählige Fragen und höre gefühlt alle zwei Minuten "Mama".  Ich habe einen großartigen Mann und Papa für die Kinder, er ist fleißig und pflichtbewusst, übernimmt viele Aufgaben im Haus und geht zur Arbeit um unser Leben zu finanzieren. Er ist wundervoll geduldig, ein guter Gesprächspartner und liebevoller Geschenkemacher. Er kümmert sich um mich. Und ich bezweifle in keiner Weise, dass sein Leben nicht auch anstrengend ist.  Gleichzeitig bemerke ich...

Achtsamkeit ist mehr als Stressbewältigung - sie ist eine heilige Arbeit

Das Leben ist stressig und wir scheitern täglich   Weihnachtszeit ist Familienzeit. Wir erinnern uns an unsere Kindheit, bereiten unseren eigenen Kindern ein Weihnachtsgefühl und kommen in Kontakt mit unserer Familie und der Familie des Partners/der Partnerin. Das ist nicht immer leicht, das ist oftmals eher sehr herausfordernd. Gefühle, Erwartungen, gute Absichten und wenig erfolgreiche Strategien prallen aufeinander. Ich kenne das selbst sehr gut – und so geht bei mir mit der Weihnachtsstimmung auch manchmal ein bitterer Beigeschmack einher. Das ist so und das darf auch so sein – solange ich mir dessen bewusst bin und freundlich und nachsichtig mit mir selbst umgehe. Denn es steht außer Frage: Wir alle wünschen uns inneren und äußeren Frieden, wollen niemanden bewusst verletzen, wollen nett und freundlich sein, liebevoll und unterstützend. Ich erinnnere mich jeden Tag an diese Absichten, an diese Leuchttürme, die mir immer wieder meine eigenen Werte vor Augen halten un...

Warum Achtsamkeit dir hilft, du selbst zu sein

Was will der Mensch, was braucht er und was wünscht er sich am sehnlichsten? Geliebt zu werden, so wie er wirklich ist. Angenommen zu sein, Wertschätzung und Respekt zu erfahren. Sein Potential zu erkennen und zu leben, seine Talente in der Welt einzusetzen und sich und andere damit zu erfreuen. Unterstützung und Hilfe dabei zu erfahren, sein Potential zu entfalten. Sich verbunden fühlen, in Gemeinschaft, in Begleitung, eins zu sein mit der Natur, der Schöpfung, mit allen Wesen. Glücklich, zufrieden und in Frieden zu sein, gesund und voller Kraft und Lebensenergie. Wenn wir auf die Welt kommen, gehen wir davon aus, dass das alles so ist. Wir entdecken uns selbst und die Welt und gehen davon aus, dass das Leben auf unserer Seite ist und alle anderen auch. Wir nehmen uns selbst zu 100% so an wie wir sind und lieben uns selbst und alle anderen. Achtsamkeitspraxis ist ein Werkzeug, um wieder näher an diesen Ursprungszustand zu kommen, um immer häufiger in Einklang mit uns selbst und ...

Über die Liebe

Die Liebe! Die Liebe... Die Liebe?? Liebe ist wohl die größte Kraft. Sie trägt das Leben, ohne sie wäre es nicht möglich. Sie ist der Stoff, aus dem wir bestehen, eine kraftvolle Mischung aus Offenheit und Wärme. Wir brauchen sie, um echten Kontakt herzustellen und Verbundenheit zu empfinden, um Freude und Wertschätzung zu empfinden, um in Harmonie zu sein. Aber wenn doch die „Macht der Liebe“ so stark ist, warum gibt es dann so viel Kampf und Konflikt, so viel Angst und Verwirrung unter den Menschen? Warum ist es so schwer sich der Liebe ganz zu öffnen? Im Grunde unseres Herzens sehnen wir uns alle danach anerkannt, gewertschätzt und akzeptiert zu werden, so wie wir nun einmal sind – mit unseren Stärken und Schwächen. Wir haben jeder Erfahrungen gemacht, für andere nicht gut genug zu sein – im Job, in Partnerschaften, in Beziehung zu unseren Eltern. Dadurch wurde unser Vertrauen in die Liebe erschüttert. Wir haben gelernt, dass sie „bedingt“ und „abhängig von“ ist, ...

Die sein, die ich bin...

Wir haben den Hof aufgeräumt: Laub zusammengekehrt, den Schuppen entrümpelt und so. Wir sollten sowas öfter machen - bei uns selbst. Aufräumen, klar werden, Sachen ablegen, loslassen. Wir schaffen auf diese Weise Raum und bessere Sicht auf das, was ist, auf das, was wir sind und wer wir sind.  Vielleicht geht es bei dieser Reise weniger darum, dass aus dir jemand wird.    Vielleicht ist es vielmehr ein Immer-wieder-loslassen all dessen, was du nicht bist, sodass du letztendlich der sein kannst, der du von Anfang an warst.     Unter dem altem Laub entdecken wir dann vielleicht unsere Wurzeln und unsere wahre Beschaffenheit. Wir erkennen, was zu uns gehört und was eigentlich nicht, was wir bloß angenommen haben, weil es einmal notwendig, nützlich oder bequem war. Achtsames Gewahrsein im Alltag und regelmäßige formale Meditationsübungen können uns dabei helfen, zu uns zu finden. Im Kontakt mit uns selbst, in angenehmen und unangenehmen Mome...

Inside first

Welt lass mich in Ruh?

Ich wurde unlängst von Julia Friedrichs für DIE ZEIT interviewt. Der Artikel ist in der Ausgabe vom 30.12. im ZEIT MAGAZIN, jetzt auch bei Zeit Online . Wer den Artikel als PDF haben möchte, kann sich bei mir melden. Leider ein wenig erbaulicher Text, der vielleicht mehr über die Redaktion der ZEIT sagt als über das gesellschaftliche Phänomen, das er beschreiben soll. Hier wird das derzeitige Bedürfnis vieler nach Entschleunigung und die Lust auf Self-Made-Produkte als Desinteresse am weltlichen Geschehen interpretiert. Die ZEIT titelt mit "Welt lass mich in Ruh" und Frau Friedrichs spricht von den "Abgeschotteten", die nicht hinsehen wollen. Ich war ziemlich erstaunt und hab mich auch kurz geärgert. Aber während ich in Gedanken meine Widerworte gegen diese seltsam arrogante und altbackene These formulierte, fand ich, dass ich eigentlich alles schon gesagt hatte - und es ja sogar gedruckt lesen konnte. Insofern alles gut. Wer Zeit hat: Oft lust...

Selbstfindung

Alles materielle existiert in der Zeit. So auch unser Körper. Unser Selbst, unser Bewusstsein, unser Wesenskern sind zeitlos. Es ist seit unserer Entstehung dasselbe und bleibt es auch im hohen Alter. Wenn wir nun zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl haben uns selbst besser kennen lernen zu wollen und uns auf die Suche nach uns selbst machen,  dann braucht es dazu nichts weiter als Gegenwärtigkeit. Es braucht keine Zeit, sondern nur unsere freundliche Aufmerksamkeit und das sanft nach innen gerichtete, bewusste Wahrnehmen dessen, was ist. Hier werden wir uns stets begegnen. Und von hier aus können wir uns Schritt für Schritt,  Moment für Moment selbst erkunden und kennen lernen.

glaube an dich, denn du bist ein erstaunliches wesen!

kommen wir als unbeschriebenes blatt auf die welt, tragen wir genetisch manifestierte erfahrungen unserer vorfahren in uns oder sind wir gar reinkarnierte wesen und bringen weisheit aus vorherigen leben mit? letzteres nehmen z.b. die buddhisten an, was zur folge hat, dass in ihrer tradition bereits jedem neugeborenen in hohem maße respekt und anerkennung entgegengebracht wird - man weiß ja nicht, welch ein meister da gerade das licht der welt erblickt hat!   elterlicher umgang, gesellschaft, kultur usw. tragen maßgeblich dazu bei, wie sich das wesen eines menschen entfalten kann. nicht immer werden optimale umstände geschaffen - und talente, potentiale und wertvolle wesenseigenschaften werden manchmal unterdrückt, verschüttet, abgeschnitten. es ist unsere chance, uns selbst als geborene meister zu sehen und uns ggf. auf die suche nach den verschütt gegangenen anteilen in uns zu machen. sich selbst diesen respekt und die nötige anerkennung zu geben und danach ...

Wachsen - the rub of growth

Dieses Zitat von Rumi hat mich schon vor längerer Zeit fasziniert. "Wie soll dein Spiegel blank poliert werden, wenn du von jedem Reiben irritiert bist?" Den Spiegel polieren, das bedeutet für mich so viel wie wachsen oder zu mir finden. Es bedeutet, dass die alten, unnützen Schichten und Krusten an mir abgeputzt werden, dass Lasten abfallen, Mauern abgebaut werden, Türen und Fenster geöffnet werden und Luft und Licht herangelassen wird an das empfindsame und gleichsam starke Wesen, dass sich hinter, unter und zwischen all dem befindet.  Und es bedeutet, je blanker der Spiegel, desto klarer werde ich sehen, desto besser wird das Leben darin reflektiert werden, desto "wahrhaftiger" vielleicht auch wird das sein, was ich wahrnehme. All das Zeug, dass sich auf dem Spiegel angesammelt hat im Laufe der Jahre ist dort einmal aus einem bestimmten Grund gelandet. Es gab einmal eine Zeit, einen Moment, wo diese oder jede Verhaltensweise, Denkart, Gefühlswahrnehmung n...

Wer bin ICH?

Bin ich Körper? Bin ich die Haut, die Knochen, die Organe? Innerhalb von 7 Jahren sind alle Zellen im Körper erneuert – wenn kein Material bleibt, was bin ich dann?  Bin ich der sich ständig wandelnde Strom von Gedanken und Gefühlen? Gedanken und Idee, Überzeugungen und Meinungen? Wer bin ich? Oder, wer glaube ich zu sein? – am Arbeitsplatz, in der Familie, in meinem Herzen? Je nachdem wie ich diese Frage für mich beantworte, zieht das Verstrickungen und Kämpfe nach sich oder Freiheit und Leichtigkeit. Unserer Situation als Mensch zu verstehen ist ein entscheidender Schritt in der Bewusstwerdung, in der Praxis der Achtsamkeit. Übung : Erforsche deine Identität. Wer bin ich hinter den Rollenbildern? Brauche ich diesen Gedanken, diese Geschichte jetzt? Wie gehts mir, wenn ich dies oder jenes glaube? ICH erzeuge eine Identität, ein Selbstgefühl auf verschiedene Weise: Indem ich mir Geschichten erzähle darüber, wer ich bin. Geschichten der Ki...